"Derzeit wird ungefähr ein Viertel unseres Bilddatentransfers über das Teleradiologienetzwerk abgewickelt."

Dr. med. Barbara Luka, HELIOS-Klinik Hagen-Ambrock

NRW setzt weiter auf den Westdeutschen Teleradiologieverbund

FALKO.NRW entwickelt Medizinische Falldatenkommunikation in interoperablen Netzwerken

NRW setzt weiter auf den Westdeutschen Teleradiologieverbund
FALKO.NRW entwickelt Medizinische Falldatenkommunikation in interoperablenNetzwerken

Im Rahmen der MEDICA inDüsseldorf übergaben am 16. November 2015 die NRW-Minister Garrelt Duin (Wirtschaft) und Barbara Steffens (Gesundheit) die Sieger-Urkunde für das Projekt FALKO.NRW imLeitmarktwettbewerb Gesundheit.NRW an Projektleiter Leif Grundmann (MedEconRuhr) und Marcus Kremers vom Westdeutschen Teleradiologieverbund.

FALKO.NRW steht für „Medizinische Falldatenkommunikation in interoperablen Netzwerken" und soll mit 17 Projektpartnern, darunter vier Kliniken der Ruhr-Universität Bochum, die Hochschule Niederrheinsowie die Firmen CompuGroup, DMI, IHE Deutschland, Healthcare IT Solutions, RZV, VISUS ab Frühjahr 2016 weitere Lösungsszenarien auf der etablierten Plattform des Westdeutschen Teleradiologieverbundes entwickeln. Im Kern geht es hierbei um den standardbasierten Austausch fallbezogener Informationen zwischenverschiedenen, an der Behandlung beteiligten, Leistungserbringern.

Zudem soll, um den Austausch vonInformationen, speziell Befundanforderungen und Befunde, zu standardisieren und besser zu dokumentieren, gemeinsam mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ein konkretes Anwendungsszenarium im Rahmen der Schwerverletztenversorgung entwickelt, erprobt und etabliert werden.

Ein weiteres Nutzungsszenarium und von besonderer Bedeutung ist der frühzeitige Erhalt von Voruntersuchungenin Reha-Einrichtungen. Diese Informationen sind bei der Planung der Behandlungenfür den Patienten sehr hilfreich. Mit den Kliniken der Westfälischen Gesundheitszentrum Holding in Bad Sassendorf sollen Arbeitsprozesse, auch durchtechnische Unterstützung, verbessert werden. Bereits jetzt empfangen Reha-Kliniken monatlich hunderte Voruntersuchungen aus zahlreichen Kliniken des Westdeutschen Teleradiologieverbundes.

Für Marcus Kremers, Geschäftsführer der MedEcon Telemedizin GmbH, unterstreicht dieses Projekt,dass der Westdeutsche Teleradiologieverbund mit seinen über 200 vernetztenKliniken und Praxen eine nachhaltige Basis für weitere Entwicklungen im BereicheHealth und Telemedizin bleiben wird.

Pressemeldung als pdf hier

 

v.l.n.r.: Garrelt Duin, Marcus Kremers, Leif Grundmann, Barbara Steffens

Aktuelles

29.06.16 | Presse

E-HALTH-COM: Telemedizin: DICOM-E-Mail goes IHE

» weiter

22.06.16 | Presse

E-HEALTH-COM: Telemedizin - Netzwerk öffne dich

Philipp Grätzel von Grätz, Chefredakteur E-HEALTH-COM widmet sich der Thematik und verweist auch auf den Westdeutschen Teleradiologieverbund. » weiter

14.05.16 | Presse

Wirtschaftwoche: Telemedizin: Digitaler Austausch unter Ärzten kann Leben retten

Viele Ärzte und Kliniken kommunizieren nur analog. Ein Firmenverbund aus dem Ruhrgebiet will nun die Medizinbranche digitalisieren, damit Gesundheitsdaten in Notfällen schneller verfügbar sind. » weiter


alle Nachrichten »

Termine

04.07.2016 bis 05.07.2016

TELEMED 2016 - 21. Nationales Forum für Gesundheitstelematik und Telemedizin

Unter dem Thema „E-Health-Rahmenbedingungen im europäischen Vergleich: Strategien, Gesetzgebung, Umsetzung“ wird die erfolgreich begonnene Ausrichtung der TELEMED auf E-Health-Schwerpunkte in Zusammenarbeit mit den Bundesländern fortgesetzt, in diesem Jahr durch eine Kooperation mit dem Land Niedersachsen. Die bundesweite Bereitstellung von nutzenorientierten E-Health-Anwendungen, der weitere Aufbau der Telematikinfrastruktur und die Entwicklungen in europäischen Nachbarländern bilden weitere Schwerpunkte. » weiter

07.09.2016 bis 08.09.2016

5. Klinikkongress Ruhr

Erstmalig findet er nun in Form eines Dachkongresses statt: Neben der gemeinsamen Hauptveranstaltung werden einzelne Foren und ganze Kongresssäulen durch verschiedene Verbände und Einrichtungen thematisch verantwortet und moderiert. » weiter


alle Termine »

Zweitbefundung/Telekonsil

Ist eine zweite Befundung, beispielswiese bei Mammographie, oder eine zweite Meinung sinnvoll oder notwendig, können diese auf kurzem Wege eingeholt werden. Per DICOM E-Mail werden die Bilder komfortabel aus der bestehenden Umgebung an den oder die gewünschten Partner versendet. Über eine Favoritenliste oder ein ausführliches Verzeichnis kann der richtige validierte Empfänger schnell ausgewählt werden.

Facharztkommunikation

Der bilderstellende Arzt kann die Patientenaufnahmen dem zuweisenden Facharzt zeitnah per DICOM E-Mail zusenden, so dass dieser schnell die weiteren Maßnahmen einleiten kann. Dies führt zu Zeitersparnis und einer höheren Patientenzufriedenheit.

Verlegungsbegleitende Bildübermittlung

Bei der Verlegung eines Patienten in eine andere Klinik oder in eine Reha-Einrichtung könnenvorhandenen Bilddaten per DICOM E-Mail die aufnehmende Klinik und Fachabteilung noch vor dem Patienten erreichen. Somit können eine lückenlose Behandlung gewährleistet und Doppeluntersuchungen vermieden werden.

Heimarbeitsplatz

Mittels der Teleradiologieverbund-Plattform können Befundarbeitsplätze außerhalb der Klinik bzw. Praxis eingerichtet werden. So können z.B. Mitarbeiter, die aus familiären Gründen zu Hause seinmüssen, in gewohnter Arbeitsplatzumgebung und Ausstattung beteiligt werden. Dies kann vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und familiengerechten Arbeitsbedingungen für den Arbeitgeber eine wertvolle Option sein.